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Alter Bahnhof - Hat Miltenberg Verpflichtungen ggü. der ACTIV Group?

Fachmarktzentrum mit Mainblick - das gibt es nur in Mitenberg
Fachmarktzentrum mit Mainblick - das gibt es nur in Mitenberg

Aus meiner Sicht: Absolut keine.

 

Was versprochen wurde, kann nicht geliefert werden. Ende der Angelegenheit. Der Antrag unserer SPD, dies zu prüfen, ist also nicht mehr als eine Formsache. Kennt eigentlich jemand den Antrag?

 

Im Januar 2018 und nun auch bei der letzten Ratssitzung gab es klare Aussagen:

 

Was jetzt gebaut werden soll, entspricht in keinster Weise mehr dem, was Grundlage der Auftragsvergabe war. Dass auch das versprochene Hotel in weiter Ferne ist, kommt noch hinzu.

 

Kein Privatmann bezahlt, wenn er nicht das geliefert bekommt, was er bestellt hat. Um die Abweichung deutlich zu machen hier die Auswertung, wie unser Stadtrat eine Kröte nach der anderen vorgesetzt und (bereitwillig) geschluckt hat.

 

War da nicht mal was mit dem Frosch, der nicht merkt, wenn das Wasser erhitzt wird? Die Informationen habe ich aus Berichten im Bote zusammengetragen. Unsere Stadt liefert ja keine. Warum wohl?

 

Die Höhepunkte aus meiner Sicht

  • aus drei Wohnhäusern werden vier, dann fünf. Schön für die Rendite, schlecht fürs Grün
  • Wohnungen über dem Netto werden versprochen, und dann klammheimlich wieder einkassiert
  • In der Begründung zum Bebauungsplan stützt man sich auf ein Einzelhandelsgutachten aus dem Jahr 2006. Im Handel sind 13 Jahre eine Ewigkeit. Da passt doch absolut gar nichts mehr
  • Die Stadt hat die Planungshoheit, aber wahrscheinlich nur wenn es um Rasengittersteine geht

Die Kröten im Detail

Schwarzer Text ist aus Artikeln des Bote vom Untermain - die Artikel sind alle hier in einem Dossier abrufbar

der rote Text sind Anmerkungen von mir

 

Bote 30.06.2016  Gelände alter Miltenberger Bahnhof: Übernachten, wohnen, einkaufen

soll ein Betreiber gesucht werden, der nicht nur Beherbergung sondern auch für Gastronomie sorgt

in der letzten Stadtratssitzung war zu hören, einen Betreiber finden wir nicht, möglicherweise wird es ein Hotel ohne Gastronomie oder gar nur ein Boarding-House.

drei Wohnkomplexe mit 50-60 Wohnungen

In einer Skizze im Januar 2018 sieht man schon vier Gebäude

Im neuesten Plan sind jetzt fünf Gebäude vorgesehen. Bei weiterhin 50-60 Wohnungen bedeutet dies mehr Flächenverbrauch und weniger Grün

So arbeitet sich der Entwickler Schritt für Schritt dahin, wo er hin will

Kehrbaum versprach zudem ein ordentliches Grünkonzept

In der letzten Sitzung wurde diskutiert, ob man nicht Rasengittersteine nehmen könnte, anstatt alles zuzupflastern. Wow!

die Stadt gibt vor, was gewünscht wird,

das klang dann in der letzten Sitzung bei Fragen von Räten so:

Wohnungen auf den Geschäften geht nicht

Tiefgarage bei den Geschäften wäre der Tod des Projektes

Demel damals "ein schlüssiges Konzept" - "Schöne Architektur" - "Wir wollen keine Kisten bauen"

 

Bote 03.01.2018  AWG, Takko, Netto: Neue Märkte am alten Bahnhof

Der Bote berichtet über Informationen aus der Fachzeitschrift Textilwirtschaft

Seit dem ersten Bericht sind 18 Monate vergangen, offensichtlich Null Information durch die Stadt, selbst unsere Regionalzeitung muss sehen, wo sie Info´s bekommt - Unfassbar

 

Bote 12.01.2018  Wirbel um neue Märkte - ausgelöst durch den Artikel vom 03.01.2018

Die Ansiedelung der Filialisten steht im Gegensatz zu dem, was der Stadtrat vor vielen Jahren einmal als Maßgabe für das Filetgrundstück am Main ausgegeben hat

Grundsätzlich habe die Stadt die Planungshoheit, aber das ist kein Wunschkonzert

Im Klartext: der Projektentwickler bestimmt

Weil bereits viel derartiger Einzelhandel in der Umgebung vorhanden sei, sei es nicht einfach, Betreiber für die Läden zu finden

Im Klartext: die Kisten werden eigentlich nicht mehr gebraucht

Eine Einzelhandelsstudie habe maximal 1.000 qm Textilhandel empfohlen, nun stehen 2.000 qm auf dem Plan

Die Einzelhandelsstudie stammt aus dem Jahr 2006. Da gab es keine Seehecke. Auch in Amorbach wurde zwischenzeitlich gebaut. Nun kommt in Bürgstadt noch ein KIK. Ich finde, hier gehört ein aktuelles Gutachten erstellt. Das kann doch heute nicht mehr die Grundlage für Entscheidungen sein.

Unter Hintergrund berichtet der Bote ausführlich über die Entwickung der Planung.

Was jetzt entstehen soll ist exakt das, was nie gewollt war und unter allen Umständen verhindert werden sollte.

 

Bote 22.02.2018  Miltenberger Stadtrat bereitet Weg für Märkte auf Bahnhofsgelände

Der bestehende Bebauungsplan passt überhaupt nicht

Angesichts der obigen Entwicklung nicht verwunderlich

Die Zuschauer wurden enttäuscht, "Wir reden heute nicht über Details"

Bürger zeigen Interesse, bekommen aber wieder mal keine Informationen, keine Transparenz

Während dem noch gültigen Bebauungsplan eine städtebauliche Konzeption zugrunde lag, soll jetzt mit einem verfahrensbezogenen Bebauungsplan auf die Bedürfnisse des Projektentwicklers eingegangen werden

Wie ist das zu interpretieren? Wir haben kein Konzept mehr! Entwickler mach was du willst?

Das geplante Netto-Gebäude soll nicht komplett eingeschossig bleiben. Ein Teil des Gebäudes wird um zwei Stockwerke mit Wohnungen erhöht

Letzte Sitzung: Wohnungen über Geschäften sind nicht möglich. An die frühere Zusage hat sich wohl kein Stadtrat mehr erinnert. Wieder ein Kröte geschluckt

 

Bote 31.01.2019  Märkte und Hotel: Miltenberger Bahnhofsareal wird neu bebaut

es gibt ja hier schon sehr viel

Nochmals die Bestätigung: Wird eigentlich nicht mehr gebraucht

Demel "Der Branchenmix ist so, wie er ist"

Könnte man so interpretieren: Ist nicht so wie er sein sollte!

Cornelius Faust "Wir hätten uns alle etws anderes gewünscht. Aber die Alternative wäre: nichts."

Ein Schlusswort wie das Wort zum Sonntag. Enthält die komplette Ratlosigkeit der Verantwortlichen aber auch die bisherige Unfähigkeit, den Unsinn zu stoppen.

 

Nun will der Projektentwickler mit einer genialen Strategie punkten. Die Vorgänge sollen getrennt werden. Der Seeheckeabklatsch wird schnellstens hingeknallt. Auf die Wohnungen können wir weiter warten. Ob es jemals ein Hotel gibt, steht in den Sternen.

 

Hut ab vor dem Projektentwickler. Der versteht sein Geschäft. Der kriegt genau das, was er will! Den Stadtrat scheint auch nicht zu jucken, dass ihm wesentliche Informationen vorenthalten werden. Siehe Noch nicht gebaut, und der erste Mieter ist schon pleite?

 

Die Ratssitzung am Mittwoch den 13.03.2019 um 19:00 Uhr sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Da können Sie dann beobachten, wie unsere Räte sich positionieren und damit umgehen!

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