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600.000 Euro für die Beleuchtung der Miltenberger Burg?

Soeben erfahren. Gestern in der Sitzung des Bauausschusses Punkt 1

 

Beratung zur Beleuchtung der Burg

 

Vorgestellt wurde ein Konzept, das lächerliche 600.000 Euro kosten würde. Und die Folgekosten?

 

Klotzen statt kleckern? Der Prunkbau mit sandsteinverkleideten Lagerflächen ist noch nicht fertig, geschweige denn verdaut, da soll es schon lustig weitergehen? Siehe hier Klotzen nicht kleckern ...

 

Bürgermeister Helmut Demel scheint es gut gefallen zu haben, wurde mir berichtet. Auch der Mehrzahl unserer Mandatsträger.

 

Nur  einer konnte sich anscheinend noch an den mittelfristigen Finanzplan erinnern. Dort sind bereits über 20 Mio Schulden vorgesehen. Zwischenzeitlich wurde noch eine Million für die Schwimmbadsanierung draufgepackt, jetzt nochmals 600.000? Siehe Miltenberg auf dem Weg zum Schuldenweltmeister

 

Mit der unbotmäßigen Frage, ob das angesichts der bereits beschlossenen Projekte den Bürgern vermittelt werden kann, und ob nicht wichtigere Projekte Vorrang hätten, hat sich da einer womöglich unbeliebt gemacht. Wen juckt denn hier Geld? Ist doch fremdes Geld. Außerdem, wenn die Rechnung kommt, sind wir doch schon nicht mehr am Ruder.

 

Es gibt Dinge, die kann ich gar nicht glauben. Dass angesichts der bereits beschlossenen Schuldenorgie ernsthaft über diese Summe für Beleuchtung gesprochen wurde, macht mich sprachlos.Gibt es denn keine wichtigeren Themen für unsere Stadt? Könnte man vielleicht mal ein Baugebiet erschließen?

 

Bin mal gespannt, ob dieses Protzprojekt es trotz der Finanzlage in den Stadtrat schafft. Das wird dann  eine interessante Sitzung.

 

Wenn unsere Räte so weitermachen, können wir uns die nächste Bürgermeisterwahl sparen. Wer will denn zum Insolvenzverwalter gewählt werden?

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Kommentare: 2
  • #1

    Dieter Heilemann (Sonntag, 03 Februar 2019 14:18)

    Da muss Miltenberg aufpassen das es nicht zu einer Haushaltssperre kommt!

  • #2

    Wolfgang Spachmann (Sonntag, 03 Februar 2019 19:20)

    Immerhin haben zwei Räte gegen die mittelfristige Finanzplanung gestimmt. Scheinen also das Problem zu erkennen. Die Gefahr ist aus meiner Sicht tatsächlich da. Zumal die Planungen auf der Fortschreibung der aktuell guten Konjunktur beruhen. Dazu kommt, dass inzwischen schon über eine Mio für die Sanierung des Schwimmbades draufgepackt wurde.

    Vielleicht geht es aber nach dem Motto nach uns die Sintflut. Der Schuldenberg wird erst nach der anstehenden Kommunalwahl kritisch!