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Geheimniskrämerei um den Minigolfplatz in Miltenberg? Agiert die Stadt wieder mal nach Gutsherrenart?

Wird intransparente Grundstücksverwaltung zum Standard in Miltenberg? Gehört das auch zu Best Practice in der Stadtverwaltung?

 

Bis heute gibt es keine Begründung für die Kündigung des Pachtverhältnisses durch die Stadt. Selbst Stadträte wissen nichts. Das wundert mich nicht mehr. (siehe Kennen unsere Stadträte die Vorgänge...)

 

Das Ganze wird aus meiner Sicht immer dubioser. Handelt es sich hier um einen Alleingang unseres Bürgermeisters oder der Verwaltung?

 

Wird der Minigolfplatz zur zweiten Messe? Alles streng geheim, intransparent und unter Ausschluss der Öffentlichkeit? Wie kann es sein, dass nicht mal der Stadtrat informiert ist, was hier geplant wird?

 

Wenn der Platz weiter verpachtet werden soll, macht die Kündigung keinen Sinn, wenn vorher nicht mit dem derzeitigen Pächter ergebnislos verhandelt wurde.

 

Wird etwas anderes geplant, wäre es sehr komisch, wenn der Stadtrat nicht eingebunden wird. Aber nicht hier in Miltenberg. Wenn die Stadträte Glück haben, dürfen Sie dann irgendwann vielleicht vollendeten Tatsachen zustimmen. Möglicherweise werden sie auch nur informiert, wie bei der Abholzung von Stadtwald (siehe Stadtrat wird über abgeholzten Wald informiert). Vielleicht geht es unsere Stadträte aber auch überhaupt nichts an.

 

Der Pächter wurde übrigens schon seit Beginn dieser Saison "drangsaliert". Nachdem es mehrere Jahre keine Probleme gab, wurde dieses Jahr die Wasserversorgung abgedreht. Als Begründung wird eine zu geringe Abnahme angeführt, wodurch das Wasser nicht mehr keimfrei sein könnte (mit höchster Wahrscheinlichkeit!).

 

An den Abnahmemengen hat sich aber nicht geändert. War damit in den Vorjahren eine Gefährdung für Pächter und Besucher des Minigolfplatzes vorhanden? Hat die EMB oder die zuständige Kontrollbehörde dann jahrelang versagt bzw. geschlafen?

 

Verwunderlich ist dies allemal, vor allem in Verbindung mit dem erfolglosen Versuch, fristlos zu kündigen, gefolgt von einer fristgerechten Kündigung durch die Stadt.

 

Jahrelang ist alles in Ordnung, dann will man den Pächter loswerden, plötzlich gibt es Probleme mit dem Trinkwasser. Das erinnert doch irgendwie an grenzwertige Aktivitäten von Immobilienhaien, die Objekte mit allen Mitteln entmieten wollen. Im Rahmen einer öffentlichen Verwaltung ist dies auf jeden Fall unschön. Vor allem wenn dies im Verborgenen stattfindet.

 

Der Vorgang passt wunderbar in die aus meiner Sicht mangelhafte Qualtiät der Grundstücksverwaltung durch die Stadt Miltenberg. Nur am Rande, für das Pachtobjekt wurde kein Übergabeprotokoll erstellt, obwohl der Pächter dies wollte und auch schriftlich gefordert hat.

 

Was würden Sie mit einem Verwalter machen, der Ihre Wohnung ohne Übergabeprotokoll an einen Mieter übergibt? Mängel in der Grundstücksverwaltung sind dem Stadtrat spätestens seit einer Petition im Herbst letzten Jahres bekannt (siehe Dokumente unter Stadtrat auf einer Linie mit...). Geändert hat sich soweit ich das sehe bisher nichts.

 

Die Petition wurde übrigens vom Stadtrat in nicht öffentlicher Sitzung unter den Teppich gekehrt. Sonst hätte auch noch die Öffentlichkeit etwas davon mitbekommen. Womöglich hätte bei öffentlicher Beratung auch noch die Zeitung darüber geschrieben. Puh, das konnten wir gerade noch abbiegen.

 

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