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Bericht zum zweiten Miltenberger Bürgertreff - Was sonst noch Thema war

Zweiter Miltenberger Bürgertreff zur Kommunalpolitik
Zweiter Miltenberger Bürgertreff zur Kommunalpolitik

Über den wesentlichen Teil, zwei Petitonen die an den Stadtrat gerichtet wurden, habe ich hier berichtet.

 

Daneben nahm das Thema, wie man auf dem Rathaus empfangen und behandelt wird leider wieder viel Raum ein. Hoffentlich erreichen wir hier bald Veränderungen. Aussagen aus der Runde wie

  • "Bürger kommt sich als Feind vor" oder
  • "Lieblingssatz in der Stadtverwaltung - Sind nicht zuständig"

möchte ich mir auf Dauer nicht anhören, das muss man doch in die Reihe bringen können.

 

Zum Verhalten der SPD bei der letzten Sitzung wurde Unverständnis geäußert. Es wurde über mögliche Gründe diskutiert, warum man ankündigt und sich dann passiv verhält. Eine Erklärung hatte keiner. Interessant für mich, solches Verhalten wird von Bürgern wahrgenommen und auch beurteilt.

 

Der nächste Bürgertreff findet am 14.11.2019 um 19:00 Uhr im Hotel Mildenburg, Mainstr. 77 statt.

Nach wie vor schlechter Informationsstand über die Situation am alten Bahnhof

Wie ist der Sachstand, wie geht es weiter? Kein Bürger hat hier Informationen. Eine von den Grünen erzwungene Informationsveranstaltung, zwei öffentliche Sitzungen zu jeweils einem Punkt aus der Planung. Das hat nicht gereicht. Die Stadt hat es bisher nicht geschafft, den Bürgern zu vermitteln, wie der Ablauf des Entscheidungsprozesses ist.

 

Was wann und warum gemacht wird, wo man Informationen bekommt, ob es einen Zeitplan gibt. Welche Mieter kommen, Was passiert, wenn Mieter wechseln. Alles sinnvolle und berechtigte Fragen, die sicher auch unsere Stadträte bewegen. Die Informationspolitik der Stadt ist aber so, dass die Bürger im Dunkeln bleiben und keine Möglichkeit haben, sich zu informieren.

 

Wenn man davon ausgeht, dass es einen Plan und Antworten zu den wichtigen Fragen gibt stellt sich die Frage, warum hat der Bürger keinen Zugriff auf diese Informationen? Vielleicht gibt es aber auch keine Antworten, das würde die fehlenden Informationen erklären, wäre allerdings auch suboptimal.

Warum ist die Stadt nicht in der Lage, ein Klohäuschen zu reparieren?

Selbst der Chefredakteur unserer Tageszeitung reißt darüber schon Witze. Miltenberg macht sich lächerlich. Unverständnis in der Runde. Das Argument, wir müssen auf die Versicherung warten, kann ja nicht schlüssig sein. Repariert werden muss doch auf jeden Fall. Ob und wie viel die Versicherung bezahlt, darüber kann man ja auch noch streiten, wenn die Reparatur durchgeführt wurde.

 

Die gute Stimmung in der Runde wurde aus der Anmerkung eines Teilnehmers deutlich. In Anspielung auf die Petition zu Öffnungszeiten meinte er, die Bürger und Touristen können ja nicht mal aufs nahe Rathaus ausweichen, denn dort wird ja um 12:00 Uhr abgeschlossen. Das zumindest könnte man ja schnell ändern.

Ein weiteres Beispiel, wie Bürgermeister und Verwaltung mit Bürgeranliegen umgehen

Dabei waren auch Teilnehmer aus Mainbullau. Man könnte den Eindruck bekommen, die Art und Weise, wie hier mit Bürgern umgegangen wird regt diese inzwischen mehr auf, als das ursprüngliche Problem, nämlich der Lärm durch die immer mehr zunehmenden Aktivtäten der Fallschirmspringer.

 

Am 20.06.2018 erhält ein Einwohner eine summarische Antwort auf seine Schreiben vom 22.08.2017, 23.01.2018 und 11.06.2018. Zwei Schreiben lagen also 11 bzw. 5 Monate unbeantwortet herum. Der Tenor: Wir sind nicht zuständig.

 

Es geht um Fluglärm. Im Amtsblatt äußert Helmut Demel derweil die Bitte, In der Mittagszeit von 12 bis 14 Uhr soll man wegen Lärmbelästigung keinen Rasen mähen und keine Lärm verursachenden Maschinen einsetzen.

 

Der Vorgang bestätigt eindrucksvoll ein Hauptthema aus dem ersten Bürgertreff. Bürger werden ignoriert, erhalten keine Antwort, die Stadt kümmert sich einfach nicht um Anliegen.

Nächster Treff: Wie verhindern wir Bürger eine Planung, die den Ruin der Stadt bedeutet?

Unser Stadtrat hat eine Verschuldung von 40 Millionen geplant. Aus meiner Sicht unverantwortlich, und der Ruin für unsere Stadt. Das Landratsamt schaut tatenlos zu, und wir Bürger sollen das dann später ausbaden? Können wir da was tun? Besser, was können wir dagegen tun?

 

Das soll aus meiner Sicht ein wichtiges Thema beim dritten Bürgertreff am 14.11.2019 um 19:00 Uhr sein. Hotel Mildenburg, Mainstr. 77 in Miltenberg. In der nächsten Woche werde ich dazu noch einen ausführlichen Bericht veröffentlichen. Wer will kann sich dann vorab informieren, gerne auch auf mich zukommen. Vielleicht auch mal einen Stadtrat fragen, wie denn das gehen soll?

 

Bürgermeisterkandidat Cornelius Faust hat übrigens für diese Planung gestimmt und bei der Vorstellung noch über weitere kostenträchtige Projekte gesprochen. Offensichtlich ist ihm nicht klar, dass damit seine Amtszeit sehr kurz werden könnte. Denn mit diesen Zahlen gehen schon bald die Lichter in Miltenberg aus.

Berichterstattung in der Presse

Eine Besucherin wurde von Bekannten nach dem ersten Treffen angesprochen, warum nichts in der Zeitung stand. Ich gebe regelmäßig Informationen an die Presse, im Vorfeld zu dem Termin, im Nachgang die Berichte dazu.

 

Die Presse erhält von vielen Stellen solche Pressemitteilungen. Da nicht alles gedruckt werden kann, findet eine Auswahl statt, auf die ich keinen Einfluss habe. Über den zweiten Treff wurde übrigens im Bote berichet. Generell können Sie bei mir Ausdrucke meiner Beiträge anfordern, einmalig oder regelmäßig. Wer Bekannte informieren möchte, kann auch mehrere Exemplare bei mir bekommen.

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