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Transparenz beim Kreis schafft nebenbei auch Transparenz in Miltenberg

Der Kreis hat seinen Haushalt für 2019 online gestellt. Sehr gut aufbereitet, viele Erläuterungen und schöne Grafiken. Eine gelungene Bürgerinformation. Nach wie vor scheint das Motto aber zu sein: Wir informieren auf eine Art und Weise, die es den Bürgern schwer macht, unsere Leistung zu erkennen.

 

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich als alter Knacker mit dem Internet einfach Schwierigkeiten habe und die vom Kreis bereitgestellten Dokumente oft nicht finde. Deshalb hier mal kein Link zum Dokument. Ich wünsche viel Spass beim Suchen. Landrat Jens Marco Scherf hat sich geäußert, das Landratsamt hilft gerne. Also rufen Sie an oder fragen Sie per Mail nach, wenn Sie nicht fündig werden.

 

Der Haushalt des Kreises enthält einen Bereich mit Zahlen zu jeder einzelnen Kommune. Daraus stammt die Tabelle unten. Lustigerweise findet man hier mehr Informationen über den Haushalt von Miltenberg, als die Stadt selbst ihren Bürgern online bereitstellt. Das kann natürlich nicht so bleiben. Ich befürchte, das Dokument muss nach vier Wochen wieder gelöscht werden.

 

Helmut Demel, seines Zeichens Bürgermeister der Stadt Miltenberg, hat nämlich entschieden, dass die Stadt zwar Informationen für Bürger ins Internet stellt, diese aber nach vier Wochen wieder gelöscht werden müssen.

 

Meine Bitte an den Landkreis, bitte löschen Sie nicht das ganze Dokument. Es reicht, den Part über Miltenberg zu schwärzen, um den Vorgaben von Helmut Demel Genüge zu tun.

 

Sonst müssen ja die Bürger aller anderen Kommunen im Kreis unter der verqueren Informationspolitik des Miltenberger Bürgermeisters leiden. Das muss ja nun wirklich nicht sein.

Zahlen über Miltenberg - Die Stadt veröffentlicht diese nicht!

Die Zahlen muss ich erst noch auswerten. Vor allem bei den Schulden habe ich andere Werte Im Kopf. Erstaunlich ist der Anstieg der Zuführung zum Vermögenshaushalt in den Jahren 2020 und 2021.

 

Dieser Wert ist der Saldo aus Einnahmen und Ausgaben. Es müssen also die Ausgaben um 2,0 Mio sinken? Das wäre grob ein Personalabbau um 40 Mitarbeiter. Oder die Einnahmen müssen steigen. Steuererhöhungen?

 

Oder das ist eine Luftnummer? Zieht man 2020 und 2021 jeweils zwei Millionen ab, erhöhen sich die Schulden um 4,0 Mio auf 19,0 Mio. Dann sind wir in dem Bereich, der bei den Haushaltsberatungen im Raum stand.

 

Prüft das LA eigentlich die vorgelegten Planzahlen und gleicht diese mit der Finanzplanung der Kommune ab? Andere Kommunen planen keine solche wunderbare Geldvermehrung in der Zukunft.

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