· 

Überraschungspaket in Bürgstadt - Wer kennt den Inhalt?

Schöne Sache, noch ein Billigladen. Bürgstadt schlägt zu. Wird wahrscheinlich auch dringend gebraucht, des letzte Kleidergeschäft hat ja schon geschlossen.

 

In dem riesigen Gebäude soll daneben noch ein Schuhgeschäft einziehen. Ich habe gehört wieder Quick. Ein Bürgstädter meint Deichmann. Außerdem noch ein weiterer Laden? Wäre Thema auf einer Sitzung gewesen.

 

Die Suche in den sogenannten Protokollen (sind eigentlich zensierte Berichte) auf der Seite der Gemeinde war erfolglos.

 

Moderne Kommunen stellen solche Dinge in einem Bürgerinformationssystem zur Vergfügung. Da gibt es dann eine Suchfunktion. Bürgstadt möchte seine Bürger aber damit nicht belasten.

 

Nun hätte ich auf der Gemeinde nachfragen können. Will ich aber nicht! Warum muss ein Bürger untertänigst Herrschaftswissen abfragen?

 

Die Grünen sollten mal im ganzen Kreis eine Petition für mehr Bürgerinformation starten. Nicht nur für ein Einzelprojekt in Miltenberg.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Leser1 (Freitag, 22 Februar 2019 12:07)

    Also ich finde die Informationslage in Bürgstadt eigentlich ganz gut. Das oben gezeigte Grundstück ist doch sicherlich in Privatbesitz. Die Verwaltung kann eigentlich nichts dagegen tun und nicht steuern, an wen der Besitzer das Gebäude vermietet, sofern es kein gemeinderechtlich abzustimmendes/zu genehmigendes Gewerbe ist, genauso wenig wie es eine Kommune steuern (geschweige genauso wenig wie es eine Kommune im Vorfeld erfahren kann), an wen ein Hausbesitzer seine Einliegerwohnung oder das Landengeschäft im Erdgeschoss vermietet.

    Die Kritik an einem Billig-/kinderarbeit-Modediscounter ist berechtigt. Die moralische Kritik sollte sich daher der Grundstücksbesitzer/Vermieter an den Kragen heften. In 10-15 Jahren sind auch diese Discount-Filialisten ausgestorben, denn die Konsumenten haben es geschafft, durch Amazon & Co die Buchläden und Einzelhändler auszudünnen, das werden sie auch bei Klamottenläden und anderen Ketten "schaffen".
    Das Miltenberger Großprojekt am alten Bahnhof wird in 10-15 Jahren ebenfalls eine Wüste sein. Ein Wohnviertel mit einer Main-Parkanlage oder generationsübergreifenden Wohnkonzepten wäre dort besser aufgehoben als eine Ansiedlung von Konzernfilialen, die ihre Steuerzahlungen in Miltenberg genauso kleinrechnnen werden wie es die Großkonzerne mit dem Staat tun.

  • #2

    Wolfgang Spachmann (Freitag, 22 Februar 2019 13:41)

    Hallo Leser 1,
    Jedes Gebäude braucht eine Baugenehmigung. Im gewerblichen Bereich entscheidet dabei die Kommune auch über die zulässige Nutzung. Auf dem Nachbargrundstück hat die Gemeinde beispielsweise eine Spielhalle nicht zugelassen.

    Nach Ihrer Argumentation könnte diese Spielhalle sich jetzt ja einfach in dem neuen Gebäude einmieten. Die Gemeinde wäre machtlos. Dem ist glücklicherweise nicht so.

    Ein Bürgstädter hat mir berichtet, in einer Sitzung wurde über die Nutzung des Neubaus diskutiert, dabei wurden auch die Mieter genannt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit stehen diese auch in der offiziellen Niederschrift zu dieser Sitzung.

    Unter guter Informationslage verstehe ich, dass man diese Sitzungsniederschrift im Internet ansehen kann. Das ist Standard in modernen Kommunen. Wenn Sie sich gut informiert fühlen, dann müssen Sie entweder jede Sitzung selbst besuchen, oder im Nachhinein aufs Rathaus gehen und die Niederschrift einsehen.

    Das ist aber nicht mehr zeitgemäß, und für viele Bürger auch nicht machbar. Dazu kommt die unnötigen Belastung der Verwaltung, wenn täglich Bürger zum lesen auftauchen.

    Viele Grüße, Wolfgang Spachmann