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Ratssitzung in Bürgstadt heute Abend - Beispielhaft für die Region Miltenberg

Heute Abend tagt der Gemeinderat in Bürgstadt. Auf der Tagesordnung drei Bebauungspläne und die Jahresrechnung 2017.

 

Wenn man sucht, findet man die Unterlagen zu den Bebauungsplänen auf der Internetseite von Bürgstadt. Einfach hier klicken, Bauleitplanung.

 

So weit so gut könnte man jetzt sagen. Aber, das wird nur im Rahmen der Offenlegungspflicht nach dem Baugesetzbuch eingestellt. Und der Hammer, es wird dann wieder gelöscht. Zu älteren Bebauungsplänen findet man nämlich nichts mehr.

 

Zu der Jahresrechnung 2017 gibt es keine Informationen, das wäre ja freiwillig! Zahlen für die Bürger? Fehlanzeige. Vielleicht gibt es ja doch den einen oder anderen, der sich die Zahlen mal in Ruhe ansehen möchte.

 

Bürgstadt habe ich zufällig als Beispiel gewählt. In den andern Kommunen läuft es genauso, es hätte also jeden treffen können. Bürgstadt ist in diesem Punkt nicht besonderes gut oder schlecht. Es wird halt genauso miserabel informiert wie überall in der Region.

 

Wenn die gesetzliche Pflicht besteht, schaffen es alle, Dinge ins Internet zu stellen. Freiwillig passiert aber nichts.

 

Das könnte man so interpretieren: Wir geben dem Bürger nur Informationen, wenn wir dazu gezwungen sind. Freiwillig etwas zu veröffentlichen, kommt überhaupt nicht in Frage.

 

Welches veraltete Weltbild hat sich da in unseren Kommunen verfestigt?

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Kommentare: 2
  • #1

    Carmen Fuchs (Mittwoch, 06 Februar 2019 19:58)

    Wir in Schneeberg haben keine Probleme mit der Veröffentlichung von Haushaltszahlen. Wir bekommen diese immer in Papierform auf der Bürgerversammlung und sie werden dann auch im Mitteilungsblatt veröffentlicht. Siehe folgender Link:
    https://www.schneeberg-odenwald.de/komxpress/DynDox/d6db224c-9eb2-4348-934d-617fe2409b36/2019%20ODW-KW03-Internet.pdf

  • #2

    Wolfgang Spachmann (Donnerstag, 07 Februar 2019 07:52)

    Hallo Frau Fuchs, wenn ich es richtig sehe, ist das eine Zusammenfassung. Nicht der komplette Haushalt mit allen Details, beispielsweise dem Stellenplan. Allerdings sehr informativ und gut aufbereitet. Ich denke, viel mehr Info will oder braucht der Bürger nicht. Es stellt sich aber die Frage, warum stellt man nicht einfach den kompletten Haushalt ins Netz?

    Viele Grüße
    Wolfgang Spachmann