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Ist doch egal was das kostet - Aus dem Stadtrat Miltenberg Teil 3

Unter dem unscheinbaren Punkt "Schülerbeförderung; Feststellung des Schulweges Miltenberg-Nord als gefährlicher Schulweg" wurden dem Stadtrat mal so eben Kosten in unbekannter Höhe untergejubelt.

 

Wie sich beim Vortrag herausstellte geht es darum, dass die Stadt Miltenberg weiterhin freiwillig die Kosten für die Beförderung von bestimmten Schülern aus Miltenberg Nord übernimmt.

 

Die Frage eines Stadtrates nach den Kosten deutet darauf hin, dass dem Stadtrat vorab keine Informationen geliefert wurden. Selbst der anwesende Kämmerer konnte nicht beziffern, über wie viel Ausgaben denn nun entschieden werden soll.

 

Wenn ich es richtig im Kopf habe, kostet eine Monatskarte 34,80 EUR, das bedeutet grob 400,- EUR pro Schüler. Wie viele Schüler von der Regelung profitieren, war nicht bekannt.

  • bei 10 Schülern reden wir über rd.   4.000,- EUR im Jahr
  • bei 20 Schülern reden wir über rd.   8.000,- EUR im Jahr
  • bei 30 Schülern reden wir über rd. 12.000,- EUR im Jahr

Anstatt die Verwaltung zu beauftragen, zur nächsten Sitzung eine Vorlage mit Kosten als Entscheidungsgrundlage zu liefern, wurde einstimmig beschlossen, die Stadt zahlt. Ohne zu wissen, wie viel denn. Ob unsere Stadträte mit ihrem eigenen Geld auch so blauäugig wirtschaften?

 

Für mich ein unfaßbarer Vorgang. Mit dem Argument, wird schon nicht viel sein, wurde die "Beratung" abgeschlossen.

 

Unabhängig davon, ob man diese Entscheidung richtig findet oder nicht, die Art und Weise wie hier gearbeitet wird, ist indiskutabel und disqualifiziert Bürgermeister, Verwaltung und Stadtrat gleichermaßen.

 

Warum bekomme ich eigentlich keine Subvention in Höhe von 400 EUR pro Jahr von der Stadt? Warum gibt es nicht ein allgemeines Bürgergeld in Höhe von 400 EUR im Jahr? Hätten wir doch alle gerne. Wenn die Verwaltung das gut verpackt, wird es von unserem Stadtrat auch beschlossen. Kosten unbekannt, wird schon nicht viel sein, reicht aus.

 

Zwei ausgabewirksame Beschlüsse in einer Sitzung, ohne die Kosten zu kennen. Bei diesem Tempo ist die Pleite nicht mehr weit. Hier gehts zu Teil 1 Hier gehts zu Teil 2. Fortsetzung folgt.

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