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Wochenrückblick - Miltenberg und seine Verwaltung

Wochenrückblick KW 24-2018
Wochenrückblick KW 24-2018

Die Themen in der Woche vom 11. bis 17. Juni 2018:

  • Sondersteuer über Strom- und Gaspreise? Viele Fragen zu unseren Stadtwerken sind offen
  • Attraktivität von Miltenberg hat weiter nachgelassen
  • Servicequalität der Verwaltung stört noch mehr Bürger
  • Museumsdepot weckt Erinnerungen an Limburger Dombau
  • Wer möchte zu einer Sitzung des Petitionsausschusses nach München?

Start der Analyse und Recherche zur EMB Miltenberg Bürgstadt

macht mich sehr nachdenklich. Über die Stadtwerke werden Defizite kommunaler Aktivitäten gedeckt. Unter anderem die Schwimmbäder. Trotzdem werden hohe Gewinne erwirtschaftet, kumuliert stehen in der Bilanz mehrere Millionen.

 

Über die Auslagerung in die EMB werden alle diese Vorgänge aus dem Haushalt von Miltenberg und Bürgstadt eleminiert, und der öffentlichen Kontrolle entzogen. Ist das so von den Stadträten gewollt?

 

Über Strom und Gas zahlen wir Verbraucher quasi eine "Sondersteuer" zur Finanzierung von Defiziten, die gar nicht mehr im Haushalt erscheinen. Ist dies bewußt so gewollt? Ist dies in Ordnung?

 

Neben dem Ausgleich von Defiziten werden weitere hohe Gewinne erwirtschaftet. Kann es Ziel einer Kommune sein, die Bürger über Strom und Gas abzukassieren, um damit Gewinne einzufahren?

 

Bei Wasser, Abwasser und Abfallgebühren ist dies explizit verboten. Wurde über das Ziel der EMB diskutiert und beschlosssen? Was ist überhaupt das Ziel?

- Versorgung der Bevölkerung mit preiswertem Strom und Gas?

- Erzielung von hohen Gewinnen für das Stadtsäckel?

 

Ich befürchte, darüber hat noch nie ein Stadtrat ernsthaft nachgedacht, vor allem nicht über die horrenten Gewinnspannen bei Strom und Gas, die uns als Verbraucher ja aufgebürdet werden.

 

Die Attraktivität der Stadt hat weiter nachgelassen

schreiben die Stadtwerke Miltenberg-Bürgstadt in ihrem Jahresabschluss für das Jahr 2016

 

Miltenbergs Bürgermeister Helmut Demel als Vorsitzender des Aufsichtsrates genehmigt diesen Bericht. Muss also wohl so sein. Mehr dazu hier klicken.

 

Interessante Rückmeldungen von Lesern meines Blog´s

Diese Woche habe ich wieder mal erstaunlich viele Rückmeldungen und Informationen erhalten. Offensichtlich gibt es viel mehr Mitbürger, die sich ärgern, und einen Weg suchen, ihrem Unmut Luft zu machen.

 

Dreh und Angelpunkt in dieser Woche war die Qualität und vor allem die Servicequalität der Stadtverwaltung Miltenberg. Werde die Informationen in nächster Zeit als Blogbeiträge verarbeiten.

 

In einem Leserbrief konnte man auch etwas kritisches zum Landratsamt lesen. Dort sollen Sie nicht zwischen 9 und10 Uhr auflaufen - da ist Frühstückspause. Wenn jede Woche drei oder vier solche Leserbriefe erscheinen, wird sich sehr schnell etwas ändern.

 

Öffentlichkeit ist der einzige Weg dazu. Wenn Sie etwas ärgert, wenn etwas aus Ihrer Sicht besser laufen könnte - bitte melden. Wenn es von allgemeinem Interesse oder symptomatisch für die Arbeitsweise unserer Verwaltung ist, werde ich gerne darüber schreiben.

 

Millionengrab in Miltenberg weckt Erinnerungen an Dom in Limburg

Habe diese Woche nochmals versucht, mehr über unseren Prachtbau für Lagerflächen zu erfahren. Dabei ist mir der Skandal um den Limburger Dom eingefallen.

 

Dort wurden 35 Mio verbaut. Hier in Miltenberg sind es nur 10 Mio. Die beiden Fälle sind aber insoweit vergleichbar, dass die aufgewandten Mittel in keinem Verhältnis zu Ergebnis und Nutzen stehen.

 

In Limburg hat die Kirche Konsequenzen gezogen. Bis hin zu mehr Transparenz für die Kirchenfinanzen in ganz Deutschland. In Miltenberg wird wohl nichts passieren. Während in Limburg ein Bischof an seinen Gremien vorbei agiert hat, wurde in Miltenberg alles sauber vom Stadtrat abgesegnet. Insofern ist unser Bürgermeister fein raus.

 

Petitionsausschuß des bayerischen Landtags

Der Petitionsausschuß tagt grundsätzlich öffentlich. Gut vorbereitete Petitionen, für die man die Unterstützung eines Landtagsabgeordneten findet, werden dort sehr intensiv behandelt.

 

Ich werde mir deshalb Zeit lassen, keinen Schnellschuss machen, und im Herbst erst mal zu einer Sitzung gehen. Ist sicher interessant und vor allem ist München immer eine Reise wert.

 

Wenn jemand ebenfalls Interesse hat, bitte melden. Wir können dann ja gemeinsam eine Sitzung besuchen.

 

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