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Regelungswut der Miltenberger Stadtverwaltung

Stopp - Erst alle Regeln lesen
Stopp - Erst alle Regeln lesen

In der letzten Sitzung vom Bauausschuss wurde beschlossen:

 

"Ein Geschäftsinhaber muss ein Firmenschild austauschen. Zu glänzend - die Altstadtsatzung schreibt matte Schilder vor." Nachzulesen im Bote vom 21.03.2018

 

Jetzt habe ich mal nachgesehen. Es gibt in Miltenberg

 

58 Seiten Gestaltungsfibel Altstadt Miltenberg

21 Seiten Satzung dazu

  5 Seiten Satzung Außenwerbung außerhalt der Altstadt

  2 Seiten Änderungssatzung dazu

  7 Seiten Satzung Außenwerbung Industrie- Gewerbegeb.

  2 Seiten Änderungssatzung dazu

 

95 Seiten mit Detailregelungen. Auf den Seiten anderer Städte habe ich nichts vergleichbares gefunden.

 

17 Einzelpunkte allein für das Thema Werbeanlagen in der Altstadt. Lesen Sie doch mal nach, Sie werden staunen, was man alles regeln kann. Ob matt oder glänzend erlaubt ist, habe ich dort übrigens nicht gefunden.

 

Im Ergebnis handelt es sich hier dann wohl um eine subjektive Beurteilung und Auslegung der Satzung. Denn wenn diese eindeutig wäre, müsste die Stadtverwaltung ja nicht den Ausschuss bemühen.

 

Über Sinn und Unsinn derartig vieler Vorschriften (Bevormundung) kann man streiten. Gibt es nicht schon genügend Bauvorschriften? Muss eine Stadt hier nochmals 95 Seiten eigene Vorschriften draufsatteln?

 

Ich hoffe, der betroffene Geschäftsinhaber wehrt sich gegen diese Anordnung. Ich befürchte allerdings, er wird sich eher einen anderen Standort suchen.

 

Eine Verwaltung sollte jeden Unternehmer, der sich für Miltenberg entscheidet, unterstützen. Nicht mit aus meiner Sicht sinnlosen Vorschriften gängeln und ggf. vertreiben. Siehe auch Gewerbeanmeldungen in Miltenberg sinken rapide und Rathaus Miltenberg schließt um 12.00 Uhr.

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