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Es geht auch anders - vielleicht auch bald in Miltenberg?

Über meine Erfahrungen bei der Einsichtnahme in den Haushaltsplan habe ich schon berichtet. Nun staune ich über folgenden Vorgang

 

die Stadt Nürnberg veröffentlicht ihre Haushaltspläne im Internet als PDF. Einem Bürger reicht das nicht aus,

er bittet um  Übersendung der Haushaltspläne für die Jahre 2012 bis 2018 in einem Format, das man problemlos in einer Datenbank weiterverarbeiten kann.

 

Anfrage an die Stadt am             11.01.2018 um 13.15. Uhr

Antwort der Stadt am                 15.01.2018 um 07.42 Uhr

"Wir werden Ihnen die entsprechenden Daten in Kürze gerne zur Verfügung stellen. "

Lieferung der Stadt am               16.01.2018 um 07.41 Uhr

"Anbei, wie gewünscht, unsere Haushaltsdaten als Excel-Tabelle. Der Zeitraum umfasst die Jahre
2014 (Einführung des Produkthaushaltes bei der Stadt Nürnberg) bis zum Plan 2018

 

Ist das zu fassen? Eine Anfrage, die ich mich gar nicht zu stellen getraut hätte, wird hier kommentarlos, ohne über Aufwand oder gar Gebühren zu reden (jammern), innerhalb von wenigen Tagen erledigt.

 

So sieht also eine bürgerfreundliche, offene und informationsbereite Stadt aus. Das Gegenteil von Herrschaftswissen.

 

Wer hat den Mut, eine ähnliche Anfrage in Miltenberg zu stellen? Die Daten haben übrigens einen Sinn. Eine gemeinnützige Organisation hat eine Plattform aufgebaut, um alle öffentlichen Haushalte in Deutschland zu sammeln und vergleichbar zu machen. Deshalb auch das gewünschte Datenformat.

 

Wenn Sie die Daten von Miltenberg bekommen, helfe ich Ihnen gerne, diese auf die Plattform hochzuladen. Wenn ich es richtig im Kopf habe, wurde das Projekt mit öffentlichen Mitteln gefördert.

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