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Neue Skyline für Miltenberg? Sieben Stockwerke sollen die schöne Altstadt überragen?

Hier sieht man schön, was für ein Klotz uns da direkt am Eingang zur Altstadt hingeknallt werden soll. Insgesamt sieben Stockwerke, sechs normale Stockwerke über einem Monster-Erdgeschoss.

 

Das geplante neue Hotel unten im Bild in grün dargestellt. Auch schön zu sehen, die Wohnbauten (rot) erhalten Tiefgaragen. Beim Hotel sparen wir uns das schon wieder. Es ist ja genug Platz da, den wir mit Parkplätzen zubetonieren können. War da mal was mit Flächenverbrauch in Bayern? Das kann doch Miltenberger Planer, pardon, renditegetriebene Planer, nicht interessieren.

 

Die fehlende TG beim Hotel hat übrigens auch das Landratsamt bei der ersten Auslegung schon moniert. Denn in der Beschreibung waren TG vorgesehen. Was machen kostenorientierte Planer? Die Beschreibung ändern, anstelle die TG zu planen. Finde ich einfach Klasse! Ob ein Stadtrat das merkt? Eher nicht!

 

Das ist nur ein weiteres Detail zu der unsäglichen Gesamtplanung am alten Bahnhof. Ich habe heute meine Einsprüche zum Projekt an die Stadt gefaxt und per Post versandt. Wenn Sie sich anschliessen wollen, die Texte dazu finden Sie nach dem Bild. Daneben noch ein paar Ideen, was man besser machen könnte.

Quelle: Stadt Miltenberg, Bekanntmachungen. VORHABEN- UND ERSCHLIESSUNGSPLAN ZUM VORHABENBEZOGENEN BEBAUUNGSPLAN "WOHNEN AM FLUSS" 2. ÄNDERUNG DES BEBAUUNGSPLANS MAINZER STRASSE, Seite 10

Textergänzungen Wohnen / Neues Hotel / Tiefgarage von mir. Hier klicken für das ganze Dokument

Pläne alter Bahnhof - Jeder Bürger kann Einspruch einlegen - Terminsache bis 25.07.2019

Gegen die Planungen kann jeder Bürger Einspruch einlegen und Vorschläge für Verbesserungen machen. Oder einfach nur das einfordern, was in der Öffentlichkeit versprochen wurde.

 

Nutzen Sie Ihr Recht als Bürger, um auf ein wichtiges Projekt in der Stadtentwicklung von Miltenberg Einfluss zu nehmen. Hier finden Sie Themen, die aus meiner Sicht vom Stadtrat diskutiert und neu bewertet werden müssten.

Sie können diese Texte frei verwenden, im Original oder verändert. Jeder Einspruch muss im Rahmen eines öffentlichen Verfahrens behandelt und bewertet werden. Je mehr Bürger Dinge vorbringen, desto größer ist die Chance, dass die Planung verbessert wird. Helfen Sie mit!

Was könnte man sonst noch machen, um das Gebiet für Miltenberg sinnvoll zu erschließen?

Schaffung einer kleinen Markthalle mit regionalem Angebot

 

Es sollte eine kleine Markthalle in das Konzept integriert werden, wo auf kleineren Verkaufsflächen hochwertige regionale Produkte angeboten werden und auch verzehrt werden können. Beispielsweise ein Bäcker, Fleischvermarkter, Käse, kleine Vinothek., Säfte. Ein Kleinod als überregionaler Anziehungspunkt und deutliche Aufwertung des Standortes.

 

In Schwäbisch Hall gibt es eine solche kleine Markthalle genau zwischen historischer Altstadt und einer neu gebauten Ladenzeile mit hochwertigem Einzelhandel. Ein echter Anziehungspunkt.

 

 Ansiedlung eines Kauflandes anstelle der geplanten Struktur

 

Mit einem Kaufland würde Miltenberg ein einmaliges Angebot in der Region schaffen, anstatt schon in Kleinheubach und Bürgstadt vorhandene Konzepte zu kopieren. Dies bringt keinen Mehrwert und entfacht nur einen unsinnigen Standortwettbewerb bzw. Überangebot

 

Mit einem Kaufland hätte Miltenberg ein Alleinstellungsmerkmal, was Besucher anziehen würde. In Verbindung mit einer kleinen Markthalle (siehe oben) gäbe es dann viele Gründe, Miltenberg zu besuchen. Da das Thema Innenstadtsortiment dann komplett ausgeklammert wird, ist auch die Chance größer, dass diese dann die Innenstadt besuchen und dort einkaufen und verweilen.

 

Daneben würde der Flächenverbrauch erheblich reduziert, das Kaufland die Parkplätze unter dem Objekt ansiedelt. Das würde weitere Flächen freimachen beispielsweise für preiswerten Wohnungsbau

 

Die Ausarbeitung zur speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung ist fehlerhaft

 

Die Naturschutzfachlichen Angaben zur saP wurden im September 2018 erstellt und im April 2019 überarbeitet. Auftraggeber war die ACTIV-Immobilien GmbH. In die Fassung vom April wurden neue, für die Umwelt schlechtere Angaben eingearbeitet, ohne die alten Eingaben zu löschen. Dies zeigt, die Ausarbeitung hat erhebliche qualitative Mängel. Insbesondere ist nun unklar, was denn gilt, und wie dies zu bewerten ist

 

Da durch das gewählte Verfahren Umweltprüfungen vermieden werden, ist die Qualität dieses Dokuments von entscheidender Bedeutung. Nachdem Zweifel an der Qualität bestehen, sollte dies neu erstellt werden. Insbesondere sollte Auftraggeber die Stadt Miltenberg sein. Mit einer  vom Investor beauftragten Prüfung besteht die Gefahr, dass nicht die Interessen der Umwelt und der Stadt im Vordergrund standen, sondern die des Investors. Die Stadt lagert hier eigene Aufgaben in unzulässiger Weise aus.

 

Einbeziehung des geplanten Radweges

 

Der von der Stadt geplante Radweg verläuft vor den Wohnhäusern in dem Bereich, den die Activ-Group als Promenade für die Miltenberger herrichten wollte. Hier sollte geprüft werden, ob der Investor nicht den Radweg als Ersatz für die wegfallende Promenade errichten sollte, zumal dieser dann ja auch als Feuerwehrzufahrt und Rettungsweg in die Planung einbezogen werden könnte. Es muss vermieden werden, dass hier die Stadt Dinge bezahlt, die den Investor ohne Gegenleistung entlasten.

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