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Miltenberg und Bürgstadt kassieren uns ab - 6,0 Mio Eur Monopolgewinne

39% Kapitalrendite zu Lasten der eigenen Bürger
39% Kapitalrendite zu Lasten der eigenen Bürger

Da freut sich der Kapitalist, in diesem Fall die Kämmerer von Miltenberg und Bürgstadt. Dumm nur, dass Städte doch gar keine Kapitalisten sein sollen.

 

Vor kurzem habe ich begonnen, zu unseren Stadtwerken zu recherchieren. Siehe auch hier unter meine-news.de.

 

Eine Auswertung der Gasversorgung Mil-Bür GmbH für die letzten fünf Jahre verfestigt nun das Bild, es wird abkassiert bis zum Abwinken.

 

Ergebnis vor Steuern:

  • 2012              1.186 TEUR
  • 2013              1.219 TEUR
  • 2014              1.174 TEUR
  • 2015              1.227 TEUR
  • 2016              1.086 TEUR
  • Summe    5.892 TEUR

Die Eigenkapitalrendite der Gaswerke Miltenberg-Bürgstadt GmbH über fünf Jahre beträgt im Schnitt unglaubliche 39%. Warum dürfen wir Bürger hier nicht auch investieren?

 

Da lacht das Unternehmerherz. Aus diesen schönen Gewinnen, werden Jahr für Jahr 750.000,- EUR ausgeschüttet. Davon landen 2/3 bei der EMB Miltenberg-Bürgstadt, und damit im Ergebnis im Stadtsäckel von Miltenberg und Bürgstadt. Da lachen die Kämmerer, während wir Bürger abkassiert werden.

 

Trotz aller Deregulierung muss man sagen, Gasversorgung ist nach wie vor ein monopolartiges Geschäft. Hier kann man richtig abkassieren. Bei einer privaten Gesellschaft würden sich die Verantwortlichen von Miltenberg und Bürgstadt wohl für den Bürger engagieren, und hohe Gaspreise beklagen.

 

Als Eigentümer schweigen diese aber und genießen den Geldsegen.

 

Muß eine Gesellschaft der öffentlichen Hand wirklich sagenhafte 39% Eigenkapitalrendite einfahren?

Zu Lasten der eigenen Bürger?

Würden 10% Rendite nicht auch ausreichen?

 

Stadträte in Miltenberg und Bürgstadt sollen unsere Interessen vertreten, merken das entweder nicht, oder schweigen. Ich bin mir nicht sicher, welche Variante davon schlimmer ist. Man könnte die leise Vermutung haben, unsere Stadträte heizen überwiegend nicht mit Gas.

 

Da fällt mir eine Bemerkung im Stadtrat von Miltenberg zum Haushalt wieder ein. Unsere Stadtwerke stehen gut da. Wohl wahr! Diese Aussage kann ich uneingeschränkt unterschreiben.